Schach

Podest verfehlt

NEUMARKT. Bei den Bayerischen Jugend-Blitz-Einzelmeisterschaften in Kelheim erzielte Lorenz Schilay in der Altersklasse U14 einen starken vierten Platz.

Die Hälfte des zwanzigköpfigen Teilnehmerfelds zählte zu den Podestkandidaten, darunter auch der Neumarkter Lorenz Schilay, der im Vorjahr Dritter in der U12 geworden war. Er kam gut ins Turnier, musste sich jedoch Titelverteidiger Uli Weller (SK Buchloe) sowie dem Vorjahreszweiten Sebastian Reimann knapp geschlagen geben.


Dafür konnte er zum Beispiel den amtierenden Bayerischen U14-Meister Zarko Vuckovic (SF Augsburg) und den Mittelfränkischen Blitzmeister Maximilian Haas (SC Erlangen 48/88) bezwingen. Im weiteren Verlauf gab Lorenz Schilay noch ein Remis gegen Robert Vuckovic (SF Augsburg) ab und kassierte eine ärgerliche Niederlage gegen den U12-Meister von 2014 Christoph Pölt (TV Tegernsee), den er bis zu einem Zeitnotfehler sicher im Griff hatte.

Am Ende hatte Lorenz Schilay mit 15,5 Punkten zwar so viele Zähler wie noch nie bei der Bayerischen Blitzmeisterschaft erzielt, verpasste aber das Podest als Vierter aufgrund der schlechteren Zweitwertung knapp. Er kann dennoch zufrieden auf eine sehr gute Leistung zurückblicken und mit etwas Fortune im direkten Duell mit dem neuen Meister Sebastian Reimann wäre sogar der Titelgewinn möglich gewesen.

Endstand:
1. Sebastian Reimann SK Göggingen 17,5
2. Uli Weller SK Buchloe 16,0
3. Zarko Vuckovic SF Augsburg 15,5
4. Lorenz Schilay SK Neumarkt 15,5

04.08.15

U20 in der Bayernliga


Der erfolgreiche Neumarkter Nachwuchs (v.l.): Paul Neppert, Simon Drechsel, Yannick Beesk, Lorenz Schilay, Maximilian Lutter, Eva Schilay und Trainer Sebastian Mösl

NEUMARKT. Die U20-Jugendmannschaft des Neumarkter Schachklubs setzte sich in einem spannenden Relegationskampf gegen den SC Bavaria Regensburg durch und steigt damit auf den Tag genau 17 Jahre nach dem ersten Aufstieg in die Bayernliga zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in die höchste Jugendspielklasse auf.

Dabei hatte der Neumarkter Nachwuchs in der Landesliga Nord knapp den direkten Aufstieg verpasst. Da aber die in Frage kommenden Mannschaften aus der Südstaffel unisono auf den Aufstieg verzichteten, war ein Aufstiegsplatz vakant. Allerdings wollte der Bayerische Spielleiter die Neumarkter nicht direkt aufsteigen lassen und setzte einen Stichkampf gegen den eigentlichen Bayernligaabsteiger SC Bavaria Regensburg an.


Dies war für die Neumarkter Verantwortlichen umso unverständlicher, da genau diese Mannschaft erst im Jahr zuvor über einen überraschend angesetzten Stichkampf in die Bayernliga aufgestiegen war, obwohl sie in der Landesliga hinter Neumarkt klassiert war.

Entsprechend angestachelt gingen die Neumarkter in den Wettkampf, jedoch galt es eine hohe Hürde zu nehmen. Denn der Bavaria Nachwuchs ist amtierender Deutscher Vize-Meister in der U14 sowie Bayerischer Meister in der U16 und wies im Schnitt auf jedem Brett eine um 150 Punkte höhere Wertungszahl auf.

Aber die Neumarkter boten dem Favoriten einen Kampf auf Augenhöhe und nach über drei Stunden Spielzeit sorgte Lorenz Schilay für die wichtige 1:0-Führung. Er hatte alles auf die Karte Königsangriff gesetzt und zwei Bauern geopfert, um Angriffslinien zu öffnen. Sein Gegenüber fand unter Druck nicht die beste Verteidigung und wurde Matt gesetzt. Paul Neppert hatte eine scharfe Variante mit unterschiedlichen Rochaden auf dem Brett. In der schweren Stellung kamen beide Spieler in große Zeitnot und letztlich verlor Paul Neppert aufgrund Bedenkzeitüberschreitung. Simon Drechsel eroberte früh zwei Bauern, verpasste aber den vorentscheidenden Schlag und musste noch lange kämpfen, ehe der Sieg feststand. Eva Schilay hielt ihre Stellung bis ins Endspiel im Ausgleich, verlor aber in Zeitnot einen wichtigen Bauern und musste die Waffen strecken. Maximilian Lutter remisierte nach ausgeglichenem Partieverlauf und neutralisierte damit den stärksten Bavarianer.

Damit hing beim Stand von 2,5:2,5 alles an der Partie von Yannick Beesk. Dieser hatte kurz vor der ersten Zeitkontrolle eine große Chance, deutlich in Vorteil zu kommen, verpasst und war danach in arge Bedrängnis geraten. Aber auch sein Gegner verpasste eine starke Fortsetzung und so übernahm Yannick Beesk zusehends das Kommando. Am Ende hatte er eine gewonnene Stellung erreicht, riskierte aber nichts mehr und gab im Wissen, dass ein Remis reichen würde, Dauerschach zum 3:3-Endstand. Denn bei Unentschieden wird die so genannte Berliner Wertung herangezogen, nach der die Bretter von 1 bis 6 absteigend gewichtet werden. Und hier waren die Neumarkter Erfolge auf Brett 2 und 4 wertvoller als die von Bavaria auf 5 und 6, so dass die Berliner Wertung mit 13:8 den Ausschlag zu Gunsten des Neumarkter Nachwuchses gab.

SC Bavaria Regensburg – SK Neumarkt 3:3 (8:13)
Cédric Oberhofer – Maximilian Lutter remis
Georg Dechant – Lorenz Schilay 0:1
Dominik Sammet – Yannick Beesk remis
Elias Brüll – Simon Drechsel 0:1
Marie Oberhofer – Paul Neppert 1:0
Martin Rösl – Eva Schilay 1:0

27.07.15

Meistertitel errungen


Die erfolgreichen Neumarkter Mädchen (v.l.): Maria Franke, Nina Kunisch, Trainer André Schilay, Fabienne Held, Radena Burger, liegend: Maria Schilay, Daiana Burger

NEUMARKT. Bei den Bayerischen Schach-Mädchen-Mannschafts-Meisterschaften in der Altersklasse U14 in Vaterstetten gelang dem Schachklub Neumarkt im vierten Anlauf der große Wurf.

Nach Rang drei bei der Premierenteilnahme 2012 sowie zwei Vize-Meisterschaften krönten sich die Neumarkter Mädechen zum ersten Mal zum Bayerischen Meister. Damit sorgten sie ein halbes Jahr nach dem sensationellen fünften Rang bei den Deutschen Meisterschaften für das nächste große sportliche Highlight der Vereinsgeschichte.

Dabei gingen die Neumarkterinnen nach dem altersbedingten Ausscheiden von Eva Schilay mir Maria Schilay (10), Fabienne Held (12), Daiana Burger (11) sowie Gastspielerin Nina Kunisch (10) vom TV Großostheim mit einem sehr jungen Team ins Rennen. Aber auch die großen Konkurrenten der vergangenen Jahre mussten altersbedingt auf Spielerinnen verzichten und konnten teilweise gar keine Mannschaft mehr aufbieten.


Somit schien der Kampf um den Titel völlig offen und gleich zum Auftakt stand das richtungsweisende Duell gegen den SC Erlangen 48/88 an. Beim Stand von 1:1 gab Nina Kunisch ihre Partie remis, da Maria Schilay zu diesem Zeitpunkt eine vorteilhafte Stellung erreicht hatte. Aber ihre Bedenkzeit wurde knapper und knapper und so machte sie lieber ein Sicherheitsremis zum 2:2 Endstand.

Anschließend drohte gegen den SC Ammersee ein früher Rückstand, aber Daiana Burger kämpfte sich zurück in die Partie und rettete ein Unentschieden. Fabienne Held und Nina Kunisch sicherten den Mannschaftssieg, so dass Maria Schilay ihre ausgeglichene Stellung gegen die stärkste Ammerseerin Remis geben konnte.

Nach einem 3,5:0,5 Erfolg über den SC Vaterstetten war klar, dass in der letzten Runde bereits ein 2:2-Unentschieden gegen die Schachfreunde Augsburg zum Titelgewinn reichen würde. Bei einer hohen Niederlage drohte aber sogar noch der Sturz vom Podest. Doch die Neumarkter Mächen blieben trotz tropischer Temperaturen cool und sicherten sich mit einem souveränen 4:0-Sieg verdient die Bayerische Meisterschaft.

Danach war der Jubel groß bei der Neumarkter Delegation, zumal es im Ersatzspielerinnenturnier einen Doppelsieg durch Radena Burger und Maria Franke zu feiern gab.

Mit diesem tollen Erfolg qualifizierte sich der SK Neumarkt das vierte Jahr in Folge für die Deutschen Meisterschaften, die wieder Ende Dezember in Magdeburg stattfinden werden, und unterstrich damit einmal mehr seine herausragende Stellung im Mädchenschach in Bayern.

Endstand:
1. SK Neumarkt 7:1 12,5
2. SC Ammersee 5:3 10,5
3. SC Erlangen 48/88 5:3 9,5
4. SF Augsburg 3:5 6,5
5. SC Vaterstetten 0:8 1,0

15.07.15

Abstieg in B2


Das Team Neumarkt I (v.l.:): Matthias Bothe, Sebastian Mösl,
Maximilian Lutter und Martin Simon)
NEUMARKT. Bei den diesjährigen Bezirks-Mannschaftsmeisterschaften im Schnellschach galt es für den Schachklub Neumarkt, sich in der Bezirksliga 1 gegen starke Konkurrenz zu behaupten. Doch diesmal fehlte in dem engen Feld das Quäntchen Glück und man muss nach fünf Jahren die B1 wieder verlassen.

Zum Auftakt setzte es gegen einen der Aufstiegsfavoriten SW Nürnberg Süd II eine glatte 0:4-Niederlage. Anschließend trennte man sich vom SV Lauf nur mit 2:2, nachdem Martin Simon und Sebastian Mösl Chancen ausgelassen hatten. Dafür gab es gegen den SC Postbauer-Heng den ersten Sieg: Maximilian Lutter und Martin Simon konnten ihre Partien gewinnen, Kevin Beesk und Sebastian Mösl steuerten jeweils ein Remis zum 3:1 Erfolg bei.

Am zweiten Spieltag traf man bei tropischen Temperaturen zunächst auf den SC Heilsbronn und unterlag unglücklich mit 1:3. Gegen die SG Mühlhof-Reichelsdorf/Schwabach sorgte Martin Simon für die frühe Führung während Matthias Bothe und Maximilian Lutter remisierten. Sebastian Mösl versuchte es in Zeitnot mit einem Figurenopfer, das jedoch nicht von Erfolg gekrönt war, und so trennte man sich 2:2 Unentschieden.


Damit waren die Neumarkter gegen den SK Nürnberg 1911 in Zugzwang. Matthias Bothe eroberte mit einem schönen Opferangriff die gegnerische Dame, aber Martin Simon und Maximilian Lutter mussten sich geschlagen geben. Nun lag es an Sebastian Mösl das wichtige 2:2 zu retten. Doch er verlor in gewonnener Stellung mit ablaufender Bedenkzeit den Faden und die Partie. Dies war umso ärgerlicher, da - wie sich später herausstellte - -ein Sieg zu Rang sechs gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt gereicht hätte.

In der letzten Runde bekamen es die Neumarkter mit der stärksten Mannschaft der Liga zu tun, dem Tabellenführer SG Büchenbach/Roth. Martin Simon musste früh die Segel streichen, doch dafür überraschte Maximilian Lutter – er zeigte mit der fünftbesten Einzelbilanz der Liga eine klasse Leistung – mit einem feinen Sieg über Thomas Egger, der den Titel eines FIDE-Meisters trägt. Matthias Bothe und Sebastian Mösl konnten ihren nominell deutlich stärkeren Kontrahenten ein Unentschieden abtrotzen und somit trennten man sich vom neuen Meister 2:2.

Doch trotz des unerwarteten Achtungserfolgs reichte er für die Neumarkter nur zu Rang acht und man muss nach fünf Jahren wieder in die B2 absteigen. Dabei hatten die erzielten Mannschaftspunkte in den vergangenen Jahren immer zum Klassenerhalt gereicht, aber diesmal war das Feld hinter den beiden Topteams zu ausgeglichen: der Viertplatzierte hatte nur einen Zähler mehr auf dem Konto als die Neumarkter.

Endstand:
1. SG Büchenbach/Roth 11 19,0
2. SW Nürnberg Süd II 10 19,0
3. SC Heilsbronn 7 12,5
4. SG Mühlhof-Reichelsdorf/Schwabach 6 14,0
5. SC Postbauer-Heng 6 12,5
6. SK Nürnberg 1911 6 12,5
7. SV Lauf 5 11,5
8. SK Neumarkt 5 11,0

Unglücklich agiert

NEUMARKT. In der Bezirksliga 3 agierte die zweite Mannschaft bestehend aus Wolfgang Brunner, Franz Xaver Beer, Christian Junker und Rudolf Appl am ersten Spieltag etwas unglücklich.

Gegen die späteren Aufsteiger TSV Kirchehrenbach und SG 1882 Fürth musste man sich knapp 1,5:2,5 bzw. 1:3 geschlagen geben. Zudem kam man gegen den SK Schwanstetten III nicht über ein 2:2 hinaus.

Am zweiten Spieltag startete man in der Aufstellung Thomas Hummel, Winfried Weber, Franz Xaver Beer und Christian Junker eine starke Aufholjagd. Man bezwang Zabo-Eintracht Nürnberg II 4:0, den SC Uttenreuth mit 2,5:1,5 und SF Fürth II 3:1. Mit einem Erfolg in der letzten Runde gegen SW Nürnberg Süd IV wäre man sogar noch auf Rang drei geklettert, musste sich aber trotz guten Beginns mit einem 2:2 Begnügen und wurde Fünfter. Die beste Einzelbilanz wies Winfried Weber auf, der seine vier Partien allesamt für sich entscheiden konnte.

Endstand:
1. TSV Kirchehrenbach 12 17,5
2. SG 1882 Fürth 11 18,5
3. SW Nürnberg Süd IV 10 16,5
4. SC Uttenreuth 8 16,5
5. SK Neumarkt II 8 16,0
6. SF Fürth II 311,5
7. SK Schwanstetten III 2 8,0
8. Zabo-Eintracht Nürnberg II 2 7,5

07.07.15


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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