SPD Neumarkt

Das SPD-Bürgerbüro

in der Ringstraße 5a in Neumarkt ist geöffnet :
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"Querachse nötig"

NEUMARKT. Über Ost-West-Verkehrsverbindungen im Landkreis und eine dreispurige B 299 diskutierten die SPD-Kreisräte.

Nachdem nun offensichtlich für die Problematik im Bereich der Ortsausfahrt Pollanten nördlich eine Lösung mit Gemeinde, Landratsamt und Straßenbauamt in Sicht ist, dankte Fraktionssprecherin Carolin Braun ihren Kollegen Robert Zeller und Josef Mayer. Beide SPD-Kreisräte hätten beharrlich Belange der Stadt Berching, der örtlichen Landwirte und der Pollantener Bürger vertreten und die Lücke in der Planung aufgedeckt.

Dennoch gäbe es weitere Themen, die den Genossen noch zu kurz kommen. Beide Mandatsträger machen sich weiterhin stark für den Ausbau oder zumindest die Planung einer neuen Verkehrsachse quer durch den Landkreis.

Dazu sei als erster Schritt nötig, bei der geplanten Einmündung Mühlhausen Süd bereits ein Planfeststellungsverfahren mit einzuleiten, welches eine etwa 250 Meter lange Anbindung zur Erdaushubdeponie des Landkreises und den 60 bis 70 Hektar großen Sandabbaugebieten im Pollantener Forst vorsieht. Später sei dann eine Anbindung Richtung Freihausen/Seubersdorf unter Umgehung des Pollantener Bergs mit zwölf Prozent Steigung möglich.

Beide Kreisräte wiesen darauf hin, dass die Verkehrerschließung Freystadt Richtung Seubersdorf/Parsberg noch zu wünschen übrig lasse, ebenso wie die Verbindung zwischen der Nürnberg-Münchener und der Nürnberg-Regensburger Autobahn. Diese Querverbindung sei von großer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung des südlichen Landkreises und solle nun bereits für die Zukunft bedacht werden, betonte Mayer.

Nach ausführlicher Diskussion stimmten alle Kreisräte diesen Ideen zu.

Ebenso unterstützten sie die Meinung von Kreisrätin Carolin Braun, die zur besseren Anbindung des südlichen Landkreises über die Hauptachse B299 forderte, dass erneut über eine zumindest teilweise Dreispurigkeit der Trasse nachgedacht werden soll.

Gerade die Kanallände in Mühlhausen werde ein erhebliches Aufkommen an landwirtschaftlichen Fahrzeugen erzeugen. "Wenn hier nicht die Möglichkeit zum Überholen geschaffen wird, dauert die Fahrt nach Neumarkt länger als bisher, trotz der Ausbaustrecken bei Sengenthal und Mühlhausen." Das bezeichnete sie als kontraproduktiv.

18.02.07

"Keine staatliche Aufsicht"

NEUMARKT. Die Seubersdorfer SPD hat Bedenken bei der künftigen Nutzung des "Sauerer-Hauses".

Man beschäftigte sich in der letzten Mitgliederversammlung mit der geplanten Nutzung des von der Gemeinde erworbenen Gebäudes. Obwohl sich der Gemeinderat noch in der Meinungsbildung befindet, berichte der Bürgermeister regelmäßig, als sei die geplante Nutzung des Hauses für eine betreute Wohngemeinschaft durch einen privaten Betreiber schon beschlossene Sache. "Der Gemeinderat hat dazu aber noch keine Beschlüsse gefasst. Vielmehr besteht für das geplante Konzept noch Informationsbedarf", so Gemeinderat Josef Schlierf.

Zweiter Ortsvorsitzender Michael Sembach - selbst ehemaliger Heimleiter- erklärte dazu die besondere Rechtslage. Bei dieser vom Bürgermeister favorisierten Wohngemeinschaft gäbe es keine staatliche Aufsicht. Da es sich um rein privatrechtliche Verträge handelt, würden hier nicht wie in einem Altenheim der Ausbildungsstand des Personals oder die Pflegequalität überwacht.

Einem Heim ohne staatliche Aufsicht stehen die SPD-Mitglieder skeptisch gegenüber, hieß es bei der Mietgliederversammlung. Man war sich dahingehend einig, dass sich der Gemeinderat vor einer solch weitgehenden Entscheidung zuerst von der staatlichen Heimaufsicht über die Risiken und Vorteile der geplanten Wohngemeinschaft informieren sollte.

Wegen des öffentlichen Interesses soll dies auch in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung erfolgen. Die SPD-Gemeinderäte Eberhard Stephan und Josef Schlierf wollen sich jedenfalls nicht mit den bisherigen Informationen zufrieden geben.

Ein weiteres Thema in der Mitgliederversammlung war das traditionelle Schafkopfturnier zur "Bahnhofskirchwa" im Gasthaus Götz in Seubersdorf. Die Seubersdorfer SPD startet die Kirwa am Freitag, 9. März, mit dem Schafkopfrennen um 19.30 Uhr. Neben attraktiven Geldpreisen von beispielsweise 150 Euro gibt es auch wieder viele wertvolle Sachpreise zu gewinnen.

16.02.07

"Experimente beenden"

NEUMARKT. Förderunterricht nicht nur für Gymnasiasten forderte die Kreis-SPD bei ihrer letzten Sitzung.

Es sei erfreulich, dass es in den bayerischen Gymnasien mittlerweile Förderunterricht gibt. Aber dass es den in anderen Schulen nicht gibt, verstehe kein Mensch. Juso-Kreisvorsitzender André Radszun fasste auf der letzten Vorstandssitzung damit die Haltung der Kreis-SPD zusammen.

Ein Ende der "Schul-Experimente auf Kosten alle Beteiligen" forderte Ludwig Hahn. All die vielen Reformen der letzten Jahre würden das eigentliche Problem nicht lösen: Viele Schüler bekämen zuhause nicht die nötige Unterstützung, denn vielen Eltern fehlte selbst die nötige Bildung und meistens auch das Geld, um ihren Sprösslingen zu helfen. Das bayerische Bildungsministerium könne das nicht ignorieren und müsse entsprechende Voraussetzungen schaffen."

Diese Voraussetzungen müßten nach MeinungKreis-SPD vor allem ein Ziel haben: Die individuelle Förderung für alle Kinder ab dem Kindergarten - aus Gründen der Chancengleichheit und weil sich die Gesellschaft "so viel schlecht ausgebildeten Nachwuchs wie zur Zeit" auf Dauer nicht leisten könne. Barbara Schierl betonte dabei auch nochmals die Notwendigkeit, zumindest das Vorschuljahr kostenlos zu halten.

Helmut Gatzhammer betitelte das Büchergeld und die jetzt eingeführten Studiengebühren als "Rückschritt" auf dem Weg, Bildung für alle zu ermöglichen, und damit langfristig die Arbeitschancen zu erhöhen.

Kreisvorsitzende Carolin Braun forderte die Staatsregierung auf, endlich wirklich die ländlichen Räume zu stützen, und "die Schulen im Dorf" zu lassen. "Bisher sind das Lippenbekenntnisse," so Braun, "wenn gleichzeitig Teilhauptschulen überall im Land geschlossen werden".

31.01.07


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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