SPD Neumarkt
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"Für Toleranz und Demokratie"

Matthias Meier, Sandra Haußner, Sarah Graf, Julia Amler, Juliane Braun und Thomas Biersack (v.l.) wurden ausgezeichnet. Rechts die stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Margit Wild.

Prominenter Laudator: Hans-Jochen Vogel
NEUMARKT. Das Dietfurter Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus ist erster Träger des Hans-Weber-Preises des SPD-Unterbezirks Regensburg.
Kein Geringerer als Dr. Hans-Jochen Vogel hielt die Laudatio und überreichte den Preis an die Gruppe Jugendlicher aus Dietfurt.
Hans Weber (1912-2003) war seit seiner Jugend Verfolgter des NS-Regimes und verbrachte für seinen Widerstand gegen die Nationalsozialisten fast zehn Jahre seines Lebens als "Moorsoldat" im KZ . Zeitlebens war es dem späteren Bürgermeister Regensburgs ein Anliegen, vor allem Jugendliche zu stärken und ihnen die Werte Toleranz und Menschenwürde nahe zu bringen.
Zusammen mit der Familie Weber, dem Kreis- und Stadtjugendring Regensburg und der SPD Regensburg wurde der Hans-Weber-Preis nun für Jugendgruppen und Einzelpersonen geschaffen, die für vorbildliches Engagement gegen Rechtsradikalismus ausgezeichnet werden. Insgesamt ist der Preis mit 2500 Euro dotiert.
Weitere Preisträger waren die SMV des Von-Müller-Gymnasiums Regensburg (500 Euro) und die BOS Vorklasse 2005/2006 Regensburg (500 Euro).
Das Dietfurter Aktionsbündnis wurde ausgezeichnet, weil sich hier "nachhaltiges" Bemühen der Jugendlichen aus vielen verschiedenen Gruppierungen unter der Leitung von Juliane Braun abzeichnet, "die Menschen und vor allem Jugendliche zu informieren" auch über Dietfurts Grenzen hinaus, die Gefahren aufzuzeigen und sich "für Toleranz und Demokratie einzusetzen".
Juliane Braun nahm den Preis stellvertretend entgegen und bedankte sich bei allen Dietfurtern, die bisher die Aktionen des Bündnisses unterstützt haben. Der Jury dankte sie, weil die großzügige Unterstützung und die Ehrung den Jugendlichen viel bedeute. "Die Arbeit gegen Rechts ist manchmal schon schwierig. So ein Preis zeigt uns, dass unsere Arbeit anerkannt wird," sagte Braun. Sie betonte, dass das Aktionsbündnis in Dietfurt weitergeführt werde und ja nun auch auf Landkreisebene ausgedehnt worden sei. Gemeinsam hätten die Dietfurter Jugendlichen viel bewegt, und auch jetzt seien neue Ideen bereits in der Entwicklung.
10.12.06
Aktionen geplant
NEUMARKT. Jusos und SPD im Unterbezirk warnen vor rechtsradikalen Umtrieben auch im Landkreis Neumarkt.
"Einfach die Augen schließen, wird nicht helfen", betonte Juliane Braun,
die neue Vorsitzende der Jusos im Unterbezirk Amberg, auf der letzten
Vorstandssitzung des SPD-Unterbezirks. In ihrem Vortrag über die
rechtsextreme Szene in den Landkreisen Neumarkt und Amberg-Sulzbach gab
Braun dem Vorstand Hintergrundinformationen zum aktuellen Auftreten
rechtsradikaler Gruppen in der Region.
Die Bandbreite rechtsextremer Aktivitäten sei breit: "Inzwischen begnügen
sich die Rechten nicht mehr damit, mit ihren Flyern Briefkästen zu
verstopfen. Es finden regelrechte Schulungen ihrer Mitglieder statt. Sogar
14jährige werden inzwischen umworben", so Braun weiter.
"Hier besteht eindeutig Handlungsbedarf", stellte Vorsitzender Uli Hübner
fest und forderte dazu auf, die Problematik in die Ortsvereine zu
tragen, um dann gezielt vor Ort aufklären und eingreifen zu können. "Wir
wollen gezielt auch die Schulen ansprechen und zu Projekttagen und
Aufklärung zum Thema Rechtsextremismus anregen. Hier geht es um die
nächste Generation und die Demokratie von morgen", erklärte Roland Pirner,
Vorsitzender des SPD Stadtverbands Amberg.
Als nächste Schritte werde Carolin Braun, Vorsitzende der SPD im Landkreis
Neumarkt, die Organisation einer Veranstaltung für den
Unterbezirk zum Thema Rechtsextremismus übernehmen. Die AsF Oberpfalz
werde ebenfalls im April eine Aktionswoche veranstalten.
"Es ist wichtig, dass alle Demokraten Farbe bekennen", sagte Braun. "Man
sollte die Möglichkeit, die NPD zu verbieten, nicht ungeprüft vom Tisch
nehmen", erinnerte sie weiter.
Im Januar wird deshalb die
ehemalige Bundestagsabgeordnete Erika Simm einen Vortrag zu den
Möglichkeiten eines Verbotsverfahrens halten.
05.12.06
"Absolut notwendig"
NEUMARKT. Kreistag- und Stadtratsfraktion der SPD fordern vom Pfleiderer-Vorstand "mehr Sachlichkeit". Durch den Druck auf die Stadt wegen eines Heizkraftwerks entstünden bei den Pfleiderer-Mitarbeitern "neue Ängste um ihre Arbeitsplätze".
Der SPD-Stadtratsfraktion lag bei der gemeinsamen Sitzung der Kreistags- und Stadtratsfraktion naturgemäß speziell das Thema Pfleiderer am Herzen."Solche Äußerungen wie mit dem Heizkraftwerk helfen nicht weiter", sagte Stadträtin Gertrud Heßlinger (
wir berichteten). Niemand glaube doch im Ernst, dass die vergleichsweise geringen Holzmengen, die da verbraucht werden, irgend welche Auswirkungen auf den Markt haben. So entstünden neue Ängste bei den Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze. Aber Angst sei ein schlechter Ratgeber, "speziell für hoch qualifizierte Kräfte, wie sie Pfleiderer benötigt".
Das Heizkraftwerk sei im Übrigen eine "absolute Notwendigkeit für Neumarkt", weil die Heizungen in zwei Schulen dringend erneuert werden müssten, so die Kreis-Fraktionssprecherin Carolin Braun. "Außerdem wird dort noch mit Strom geheizt, das sind Sünden aus den 70er Jahren, eine total veraltete Technologie, die wir uns nicht mehr leisten können". Man beglückwünschen die Stadt Neumarkt, "dass sie so vernünftig ist, auf umweltfreundliche, nachwachsende Rohstoffe aus der Region zu setzen". Dass die Nachfrage nach Hackschnitzeln steige, sei für Braun ohnehin sehr erfreulich: "Das sichert uns regionale Arbeitsplätze, die definitiv nicht nach Polen oder sonst wohin ausgelagert werden können".
"Wir machen fast nur noch Häuserkampf", sagte Stefan Rückert, Fachsekretär der IG Metall Regensburg, bei der Sitzung. Wo die Firmen nicht selbst die Beschäftigung und Bezahlung "bis hinter Anschlag" zurückfahren, da würden sie "von Banken oder anderen Arbeitgebervertretern" teils massiv dazu gedrängt. Leider interessiere das immer nur die betroffenen Arbeitnehmer und sonst niemand. "Wir haben in Deutschland mittlerweile weit über acht Millionen Geringverdiener, also Menschen, die nur 200 bis 400 Euro im Monat bekommen", sagte Rückert. Selbst manche Kaufhäuser, die ja von dem Geld leben, das die breiten Bevölkerungsschichten verdienen, würden mehr als 80 Prozent Geringverdiener beschäftigen. "Die deutsche Wirtschaft gräbt sich ihr eigenes Grab und beerdigt die Gesellschaft gleich mit", so Rückert weiter.
Dabei gebe es auch im Landkreis ausgesprochen ermutigende Beispiele dafür, dass es den Beschäftigten dann gut geht, wenn es auch ihren Betrieben gut geht. Rückert: "Firmen, die mit einem vernünftigen Betriebsrat vernünftig zusammenarbeiten, sind außergewöhnlich erfolgreich, manche haben nur dadurch den Konkurs vermieden. Leider will auch das niemand wissen". Und leider hätten eben auch nicht alle Betriebsräte "genug Rückgrat", um sich konsequent für ihre Aufgaben einzusetzen. "Wenn der oder die Betriebsratsvorsitzende den Mund nicht aufmacht, wenn es weh tut, dann lädt der Betriebsrat damit die Geschäftsleitung ja geradezu ein, immer ungenierter weiter zu fordern", sagte Rückert.
21.11.06
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