Landwirtschaft
"Ländliche Räume fördern"
NEUMARKT.Die Förderung der ländlichen Entwicklung ist nach den Worten von MdEP Albert Deß "Kernpunkt der bayerischen Landwirtschaft".
In mehr als 2000 Projekten landesweit werde in Bayern der ländliche Raum gestaltet. Gerade bei der Förderung der Agrarumweltmaßnahmen sei Bayern mit an der Spitze in Europa, erklärt der Agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion anlässlich der ersten Debatten im Agrarausschuss zur ländlichen Entwicklung.
"Die bewährte Zwei-Säulen-Struktur ist für die Neuausrichtung der Agrarpolitik unerlässlich. Die Direktzahlungen an die Landwirte in der ersten Säule sichern Einkommen und schaffen Planungssicherheit. Die Förderprogramme in der zweiten Säule unterstützen ländliche Regionen in Europa und tragen zum Umweltschutz bei. Diese GAP-Struktur soll erhalten bleiben", fordert Albert Deß.
Für ihn sei wichtig, dass bei der Neufassung der zweiten Säule der bewährte Flexibilitätsansatz bestehen bleibt: "Die ländlichen Regionen in Europa sind so unterschiedlich und können nicht über einen Kamm geschert werden".
Die Ausgleichzahlungen für benachteiligte Gebiete sowie Berggebiete seien weiterhin notwendig, damit diese Gebiete auch künftig bewirtschaftet werden und als vitale Lebens- und Wirtschaftsräume erhalten bleiben. In dieser Sache brauche das Parlament mehr Informationen von der Kommission, damit es bei der Neuklassifizierung zu keinen ungerechten Gebietsverschiebungen kommt", betont der Europaabgeordnete Deß.
Abschließend hält Albert Deß fest, dass neue Programme in der zweiten Säule dabei helfen müßten, die bäuerlichen Betriebe mit einer nachhaltigen Bewirtschaftung zu unterstützen ohne die Landwirte mit zusätzlicher Bürokratie zu belasten.
11.02.12
Motor der Entwicklung
NEUMARKT. "Wer die Wirtschaft in den Entwicklungsländern ankurbeln will, muss dort ansetzen, wo die Kompetenzen liegen: Die Landwirtschaft hat dabei eine Schlüsselposition", so heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Europaabgeordneten Albert Dess, Agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion und Martin Kastler, Entwicklungspolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe.
Beide lobten den Ansatz der von BMELV, BMZ, DBV und DRV gemeinsam herausgegebenen Erklärung zur Rolle der Landwirtschaft in der Entwicklungspolitik: "Deutschlands Agrarministerin Ilse Aigner setzt damit neue Maßstäbe der agrarpolitischen Entwicklungszusammenarbeit in Europa. Dieses Miteinander ist Vorbild für ganz Europa!"
Egal ob wirtschaftliche Entwicklung, Armutsbekämpfung oder Welternährung - in beiden zentralen Feldern habe die Landwirtschaft eine Schlüsselposition: "Landwirtschaftliche Produktion kann vielen Familien in den ärmsten Regionen der Welt neue Perspektiven geben. Dafür braucht es eine echte Partnerschaften, intensiven know-how-Transfer und faire Spielregeln auf dem globalen Markt", so Kastler. Die Bauern in den Entwicklungsländern, so Dess, "brauchen verlässliche politische Rahmenbedingungen - dabei kann ihnen Europa den Rücken stärken." So müsse die Förderung der Landwirtschaft noch stärker integraler Ansatz der EU-Entwicklungspolitik werden. "Eine große Chance steckt in Projektarbeit, in Mikrokrediten und in der Förderung lokaler Genossenschaften", so die beiden CSU-Politiker. Institutionen wie die Hanns-Seidel-Stiftung erzielten mit solchen Projekten bereits große Erfolge in Entwicklungsländern - wie zum Beispiel der Demokratischen Republik Kongo (DRC).
Die EU könne dazu im Internationalen Jahr der Genossenschaften durch ein Projekt "Bauern für Bauern" wichtige Impulse geben: "Landwirtschaft bedeutet Nahrung, Bildung und Perspektiven für die junge Generation. Sie ist Anfang, Motor und greifbare Vision einer wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Entwicklung in den ärmsten Regionen der Welt."
Mit tiefgreifenden Reformen in der Agrarpolitik habe die EU schon jetzt wichtige Weichen gestellt: "Die AKP-Länder können mittlerweile alle Produkte zollfrei in die EU exportieren. Die Exporterstattungen hat die Europäische Union in hohem Maße abgebaut", so Kastler. Mit Ilse Aigner, davon ist Dess überzeugt, habe Deutschland eine Mitstreiterin für den weiteren Abbau der Exporterstattungen im Rahmen der Agrarreform nach 2013. Zusammen mit Kastler baut er "auf weitere Schritte, die Bauern in Europa und den Schwellenländern zu echten Partnern machen."
03.02.12
Tipps für Waldbesitzer
NEUMARKT. Zum Thema "Durchforstung und Waldpflege in unterschiedlichen Altersstufen" findet ind er nächsten Woche eine Sammelberatung statt.
Braucht ein Wald Pflege? Was passiert, wenn mittelalte Bestände einfach wachsen? Wie lässt sich das Wachstum der Bäume über Durchforstung steuern? Wer hilft mir als Waldbesitzer solche Maßnahmen durchzuführen? Zu solchen Fragen wird am Freitag, 14.Oktober, um 15 Uhr bei Dillberg eine Sammelberatung durchgeführtt.
Die Revierförsterinnen Nina Kern und Monika Meiler vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Neumarkt werden Ziele und Grundsätze der Waldpflege anhand verschiedener Vorzeigebestände erläutern. Über die mögliche Umsetzung der Holzerntemaßnahmen wird die WBV Berching-Neumarkt berichten.
Der Treffpunkt für alle interessierten Waldbesitzer ist an der Gemeindeverbindungsstraße von der B8 nach Dillberg kurz vor dem Ortseingang in Richtung Hochstraße. Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist nicht notwendig.
08.10.11
"Sichere Lebensmittel"
NEUMARKT. MdEP Albert Deß begrüßt die Initiative der Europäischen Kommission, die Absatzförderungspolitik für landwirtschaftliche Erzeugnisse in Europa und weltweit zu verbessern und zu vereinfachen.
Die Kommission sammelt zur Zeit Vorschläge für zukunftsorientierte Strategien zur Vermarktung von europäischen Agrarerzeugnissen.
"Eine bessere Absatzförderungspolitik für europäische Agrarprodukte ist dringend notwendig", sagte Deß. Die Verbraucher müßten mehr über die hohen Qualitätsstandards bei der europäischen Lebensmittelproduktion erfahren. Nirgendwo in der Welt seien die Lebensmittel so sicher wie in Europa, erklärt der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktionanlässlich der anstehenden EU-Agrarreform.
„Wir können nicht tatenlos zusehen, wenn Lebensmittelimporte in die EU, die den hohen EU-Standards nicht entsprechen, ständig zunehmen", betont Albert Deß. Die europäische Absatzförderungspolitik müsse besser an die Erfordernisse der globalen Märkte angepasst werden und die Umsetzung der Absatzprogramme in der EU und weltweit effizienter werden.
Bis zum 30. September besteht noch für alle Beteiligten in den Mitgliedstaaten die Möglichkeit, ihre Ansichten und Standpunkte zum Thema "Absatzförderung" abzugeben. Die legislativen Vorschläge sind für Ende 2012 vorgesehen.
14.09.11
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