Landwirtschaft

Landfrauen bei Maiandacht

NEUMARKT. Kreisbäuerin Sieglinde Hollweck lädt am Donnerstag nächster Woche um 19 Uhr zur Maiandacht in die Wallfahrtskirche Habsberg ein.

Gestaltet wird die Maiandacht von Pfarrer Dr. A. Thiermeyer zusammen mit den Landfrauen. Die Andacht wird musikalisch umrahmt vom Landfrauenchor. Im Anschluss daran ist eine Einkehr in die Wallfahrtsgaststätte geplant.
23.05.13

"Biokraftstoffe unverzichtbar"

NEUMARKT. MdEP Albert Deß fordert im Rahmen der Parlamentsdebatten zur EU-Biokraftstoffpolitik ein Festhalten an dem Zehn-Prozent-Richtwert bei der Förderung und lehnt die iLUC-Anrechnung, so wie von der Kommission vorgeschlagen, ab.

"Wenn wir den Richtwert auf fünf Prozent senken, werden viele der bereits getätigten Investitionen der Landwirte vernichtet. Die Unzuverlässigkeit bei den EU-Vorgaben gefährdet viele Arbeitsplätze in Europa", erklärt Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion und der CSU-Europagruppe zur Diskussion über die Pläne der Kommission, den Anteil konventioneller Biokraftstoffe auf maximal fünf Prozent am Gesamtenergieverbrauch des Transportsektors zu begrenzen.

In den vergangenen 20 Jahren hat die europäische Biokraftstoffwirtschaft enorme Investitionen getätigt, hieß es. Schätzungen gehen von einem Gesamtinvestitionsvolumen in Milliardenhöhe aus.

Noch im Juni 2010 hat der Europäische Rat beschlossen, den Anteil der Biokraftstoffe am Gesamtenergieverbrauch des Transportsektors auf zehn Prozent bis 2020 zu erhöhen. Mit dem neuen Vorschlag soll die Unterstützung bis 2020 für Biosprit aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen nun komplett eingestellt werden.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Biokraftstoff- und Bioenergiesektors ist sehr groß, sagte Deß. Mit ihren umfassenden Investitionen im Wirtschaftssektor sichert dieser schätzungsweise 100.000 europäischen Bürgern einen Arbeitsplatz, die überwiegend im ländlichen Raum anzusiedeln sind. "Veränderungen bei der Förderhöhe und Förderperiode sind somit unverantwortlich im Blick auf die Stärkung der ländlichen Räume", betont Deß.

Raps habe sehr große Vorteile in der Fruchtfolge. Die erste Nachfrucht Weizen hat etwa 10 dz/ha und die zweite Nachfrucht Wintergerste oder Winterweizen etwa 5 dz/ha Mehrertrag gegenüber reiner Getreidefruchtfolge. Raps schließt mit seiner Pfahlwurzel den Untergrund auf und seine Blätter bedecken den Boden etwa zehn bis elf Monate - länger als jede andere Frucht. Raps besteht aus etwa 42 Prozent Öl und rund 58 Prozent wertvollem Eiweißfuttermittel. In Bezug auf iLUC bestehe bei Rapsanbau keine negative, sondern eine positive Auswirkung, da Rapsschrot als Futtermittel zwei Millionen Tonnen Sojaschrottimporte ersetze.

Albert Deß: "Bei der Abstimmung dazu im Juni erhoffe ich mir eine vernünftige und ausgewogene Entscheidung in allen beteiligten Ausschüssen".
17.05.13

"Verlässlicher Partner"

NEUMARKT. Eine erfolgreiche EU-Handelspolitik müsse Hand in Hand gehen mit den Interessen der Entwicklungsländer, erklärte MdEP Albert Deß.

Die Handelspolitik der EU stand in dieser Woche auf der Tagesordnung. Ziel der europäischen Handelspolitik ist es, die bestehenden Handelsinstrumente besser zu nutzen und die lokale Agrarwirtschaft in den Entwicklungsländern anzukurbeln. Erfolgreich kann dieser Weg aber nur dann sein, wenn verantwortungsvolle Regierungen diese Entwicklung vor Ort auch unterstützen, erklärte der agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion und handelspolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe, Albert Deß.

Europa sei seit vielen Jahren verlässlicher Partner der Entwicklungsländer und weltweit der größte Importeur von Agrarprodukten aus diesen Ländern. Rund 85 Prozent der Agrarausfuhren Afrikas und 45 Prozent der Agrarausfuhren Lateinamerikas gingen in die EU. Vor diesem Hintergrund könne die EU mit ihrer Agrarpolitik nicht ständig als Sündenbock für die Situation in den Entwicklungsländer genannt werden. Die EU gewähre beim Import den ärmsten Ländern vollständige Zollfreiheit. Im Rahmen der "Alles außer Waffen-Regelung“ genießen diese Länder einen unbegrenzten zollfreien Zugang zum EU-Binnenmarkt.

Für den Hunger der Menschen in vielen Entwicklungsländern seien auch unfähige Regierungen verantwortlich, hieß es. Das beste Beispiel sei hier Zimbabwe, deren Regierung es fertig gebracht habe, aus einem Agrarüberschussland eine Hungerregion zu machen.

Um die Herausforderungen der Zukunft im Blick auf eine steigende Weltbevölkerung bei zunehmendem Wohlstand in den Schwellenländern meistern zu können, müßten Europa und die Entwicklungsländer Hand in Hand gehen. Die Steigerung der Produktivität in der Landwirtschaft sei überall notwendig, um eine rasant steigende Weltbevölkerung zu ernähren.

Die Handelspolitik werde in dieser Entwicklung eine noch wichtigere Rolle spielen. Globalisierte Wirtschaft erfordere globale Spielregeln, die die Unterschiede der regionalen Gegebenheiten auch berücksichtigen. Nur ein faires Miteinander, so wie es Europa mit seiner Handelspolitik gerade gegenüber den Entwicklungsländern praktiziere, könne langfristig zum Erfolg führen. Es sei daher unverantwortlich, in Europa wertvolle Ackerflächen aus der Produktion zu nehmen, so wie es Agrarkommissar Dacian Ciolos gefordert habe.
18.04.13

Verärgert über Minister


Auch etliche Landwirte aus dem Raum Neumarkt begleiteten die Agrarministerkonferenz

NEUMARKT. Drei Tage waren viele Milcherzeuger auch aus dem Raum Neumarkt in Berchtesgaden, um an den Aktionen des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) anlässlich der Agrarministerkonferenz teilzunehmen.

Zur Schlepperkundgebung unter dem Motto „Agrarminister – Wir holen die Ergebnisse ab“ reisten noch einmal über dreihundert Traktoren an, um so den Forderungen der Milchbauern nach einer "vernünftigen Milchmarktpolitik" Ausdruck zu verleihen und für wirtschaftlich nachhaltige Erzeugerpreise einzutreten.

Unzufrieden zeigten sich die Milchbauern darüber, dass manche Minister "anscheinend noch immer nicht gewillt" sind, sich konstruktiv mit ihren Forderungen auseinanderzusetzen. Für Unmut hatten "völlig aus der Luft gegriffene" Äußerungen von Agrarministerin Ilse Aigner und dem bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner gesorgt, dass man von politischer Seite keine Preise festsetzen könne.

„Mit solchen Aussagen unterstellt man uns permanent, dass wir dies fordern würden“, zeigt sich BDM-Landesteamleiter Wienert aus Velburg verärgert. „Das war aber noch nie unser Anliegen. Wir erwarten von der Politik, dass sie vernünftige Rahmenbedingungen schafft, so dass sich auf dem Markt kostendeckende Preise für uns realisieren lassen. Die Tatsache, dass wir definieren, wo die Erzeugungskosten der Milch liegen, nämlich bei 50 Cent, soll den Politikern zeigen, dass von ihrer Seite dringender Handlungsbedarf besteht. Wir sind nämlich noch immer weit davon entfernt, diese Preise auch nur annähernd erzielen zu können.“

Die Kluft zwischen den realen Milcherzeugungskosten - im bundesweiten Durchschnitt rund 50 Cent pro Kilogramm Milch - und dem tatsächlichen Produkterlös - durchschnittlich derzeit nur 33 Cent – müsse aus Sicht des BDM Anlass dafür sein, bei der zukünftigen Gestaltung der Gemeinsamen Marktordnung (GMO) und der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP 2013) mit sinnvollen Rahmenbedingungen dafür Sorge zu tragen, dass eine wirtschaftlich nachhaltige Milchviehhaltung in Zukunft möglich sein wird.

Die Milcherzeuger wollen ihr Einkommen weitgehend durch den Verkauf der Milch erzielen, um so unabhängiger von staatlichen Zahlungen zu werden. „Es ist dem Steuerzahler und auch den Milcherzeugern gegenüber unverantwortlich, die Probleme am Milchmarkt alleine über Prämienzahlungen lösen zu wollen, ohne gleichzeitig mit marktwirtschaftlichen Lösungen die strukturellen Probleme des Milchmarktes anzugehen“, so Fritz Wienert weiter.

Die Ergebnisse der Agrarministerkonferenz hätten gezeigt, dass nach wie vor noch zu viel über Prämienzahlungen und viel zu wenig über eine strukturelle Neugestaltung der Agrarpolitik gesprochen wird, hieß es. Der BDM wertet es jedoch als Erfolg seiner Hartnäckigkeit und diverser Aktionen sowie nicht zuletzt der zunehmenden politischen Vielfalt in der Agrarministerkonferenz, dass sich in den Beschlüssen doch einige positive Ansätze finden.

So wurde die BDM-Forderung bestätigt, dass es ein flexibles und wirksames Reagieren auf Marktkrisen braucht. Das Bundesministerium soll sich auf EU-Ebene dafür einsetzen, dass das Sicherheitsnetz so gestaltet wird, dass die Marktordnungsinstrumente, wie z.B. Intervention und private Lagerhaltung, jederzeit wirksam und flexibler sind.
15.04.13


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15. Jahrgang
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